Wir wollen bei der Umsetzung des Films eher unkonventionelle Wege gehen. Statt in großem Umfang mit viel Geld und zahlreichen Mitspracheberechtigten, (Sender, Produktionsfirmen, Filmförderungen) wollen wir den Film mit wenig Geld und kleinem Team verwirklichen, um möglichst autark und nah an den Menschen berichten zu können.
Da der Film in seiner Rahmenhandlung wie ein Spielfilm umgesetzt werden soll und von einer spirituellen Sinnsuche erzählt, wollen wir uns auch in der Bildsprache moderner Stilmittel bedienen. In den spannenden Phasen sollen clipartige Bilder auf dynamische Musik geschnitten, für den nötigen Sog sorgen, während bei emotionalen Strecken und großen Landschaftsaufnahmen eine eher ruhige Kameraarbeit vorherrschen soll. Obwohl wir Teile der Rahmenhandlung inszenieren werden, sollen sie doch dokumentarisch wirken und sich so nahtlos in die real-dokumentarischen Szenen einfügen.
Information wird durch O-Töne transportiert, aber auch so oft wie möglich nur durch Bilder allein. Interviews sollen eine vertrauensvolle Nähe erzählen. Ziel wird es dabei sein, eher spontan anmutende Situationen zu erschaffen, die in einem direkten Bezug zur Person oder zu ihrer Umgebung stehen. Es geht uns um ehrliche Aussagen, der Transport persönlicher Haltungen und großer Emotionen steht für uns im Vordergrund, schließlich geht es um das Überleben der Menschheit. Da wir mit unserem Thema besonders Gefahr laufen, die Botschaft mit erhobenem Zeigefinger zu vermitteln, wollen wir viele der wichtigsten Aussagen durch O-Töne einfacher Menschen auf der Straße erhalten.
Die verwendete Kamera wird eine Canon 5d Mark II sein. Da wir hauptsächlich in einem 2-3 Mann Team unterwegs sind, von denen mindestens zwei mit einer solchen Kamera ausgerüstet sein werden, können wir mit dieser leichten und handlichen Spiegelreflex-Fotokamera ohne logistischen und materiellen Aufwand drehen. Die 5d Mark II gehört zu einer neuen Familie der DSLR Kameras, die durch ihren Full-HD Chip zu hochauflösenden Aufnahmen im Stande ist, die sich vor keinem 35mm Filmlook verstecken müssen. Wir erhoffen uns allein durch die Benutzung dieser ungewöhnlichen Kamera einen gewissen Publicityeffekt.
Ein extra Sounddesign, welches zurückhaltend und doch effektiv an den richtigen Stellen die Sprache der Bilder unterstützt, ist angedacht, genauso wie Musik, in der die Emotionen meiner persönlichen Sinnsuche mit ruhigem Chill Out und Ambient, an aktiven stellen mit ethnologisch angehauchter elektronischer Musik untermalt werden.
Referenzfilme sind: „Eine unbequeme Wahrheit“ von Al Gore, auf Bildebene „Flow“ von Irena Salina oder „Gernstls Reisen“ von Franz X. Gernstl. Die Bildersprache finden wir in „We Feed The World“ von Erwin Wagenhofer sehr passend. Für die Schere zwischen fiktionaler und dokumentarischer Ebene gilt als Beispiel „Age of Stupid“ von Franny Armstrong, oder die Filme von Sacha Baron Cohen, z.B. „Borat“ oder „Brüno“.
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